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Festsitzende Zahnspangen

Effiziente Behandlungen bei ausgeprägten Zahn- und Kieferfehlstellungen

Festsitzende Zahnspangen werden besonders bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen und zur umfassenden Kieferkorrektur genutzt. Da die Zahnspange vom Patienten nicht selbst entfernt werden kann und deshalb dauerhaft im Mund verbleibt, können bei dieser Behandlungsmethode die nötigen Kräfte kontinuierlich über 24 Stunden wirken. Sie ist sehr präzise, gut planbar, und auch in komplizierten Fällen sind mit einer festsitzenden Apparatur optimale Ergebnisse zu erzielen.


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  • Daraus besteht eine festsitzende Zahnspange

    Für die Behandlung werden kleine Plättchen aus Metall, Keramik oder Kunststoff– die sogenannten Brackets – auf die Zähne aufgeklebt. Im Bereich der Backenzähne werden manchmal anstatt der Brackets Metallbänder eingesetzt, die den Zahn jeweils komplett umfassen. Brackets und Bänder werden mit Drahtbögen miteinander verbunden. So leiten sie die von den Drahtbögen ausgehenden Kräfte, die zur Korrektur notwendig sind, an die Zähne weiter.

    Neben Brackets aus Keramik oder Kunststoff werden auch Brackets aus Edelstahl auf die Zähne geklebt. Es finden nur hochwertige Metalllegierungen Verwendung, die gesundheitlich unbedenklich sind. Sollten Unverträglichkeiten auf Materialien bestehen, teilen Sie uns das bitte mit. Die Drahtbögen bestehen aus verschiedenen Legierungen mit unterschiedlichen biomechanischen Eigenschaften. Bei Fragen geben wir Ihnen gerne darüber genaue Auskunft. 

  • Die richtige Zahnpflege während des Tragens einer festsitzenden Zahnspange

    Eine festsitzende Spange schadet den Zähnen nicht. Unbedingt notwendig ist jedoch eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege. Beläge, die durch nicht entfernte Essensreste entstehen, bilden Säuren und schädigen den Zahnschmelz. Es liegt also in den Händen des Patienten, ob es zu Schäden an den Zähnen kommt.

    Wir prüfen deshalb bereits vor Behandlungsbeginn, ob Ihr Kind in der Lage ist, seine Zähne sorgfältig und regelmäßig zu reinigen. Nachdem die Spange eingesetzt wurde, wird Ihr Kind eingehend instruiert und mit ihm geübt.

    Zur Zahnpflege selbst empfehlen wir Ihnen extra kleine Bürsten, die zusätzlich zum normalen Putzen verwendet werden können, um die Zahnzwischenräume besser reinigen zu können. Außerdem kann der Einsatz einer Munddusche sinnvoll sein.

    Im Rahmen der erforderlichen Kontrolluntersuchungen wird die Zahnpflege laufend überprüft, und im Bedarfsfall werden entsprechende Verbesserungsvorschläge erteilt. Unabhängig von diesen Kontrollsitzungen in unserer Praxis weisen wir ausdrücklich darauf hin, die notwendigen zahnärztlichen Routineuntersuchungen und Prophylaxemaßnahmen bei Ihrem Hauszahnarzt regelmäßig wahrzunehmen.

    Sollte die Zahnpflege dauerhaft ungenügend sein, sind wir gegebenenfalls dazu gezwungen, die festsitzende Spange vorzeitig zu entfernen. Dies kann zu einem ungenügenden Ergebnis der kieferorthopädischen Behandlung führen. Zudem sind wir dazu verpflichtet, Ihre Krankenkasse über diese Umstände zu informieren. Bei Behandlungsabbruch kann die Krankenkasse einen Teil der entstandenen Kosten von Ihnen zurückverlangen.

  • Das sollten Sie beim Tragen einer festsitzenden Zahnspange beachten

    Grundsätzlich darf man mit einer festsitzenden Zahnspange alles essen. Allerdings ist bei besonders harten oder klebrigen Speisen Vorsicht geboten. Hartes Obst oder Gemüse wie Äpfel oder Karotten können die aufgeklebten Brackets lockern. Kaugummi und Kaubonbons können sich in den Drähten und Brackets verfangen und somit die feste Spange beschädigen. Süßigkeiten sollten ohnehin nur selten verzehrt werden. Nach jeder Mahlzeit sind außerdem die Zähne gründlich zu reinigen.

  • Die Behandlungsdauer mit einer festsitzenden Zahnspange

    Die Behandlungsdauer mit einer festsitzenden Zahnspange ist je nach Art und Umfang der kieferorthopädischen Korrektur völlig unterschiedlich. Wir beraten Sie im Vorfeld eingehend dazu, wie lange Sie oder Ihr Kind eine festsitzende Zahnspange tragen müssen.

  • Innenliegende Brackets oder Lingualspangen

    Lingualbrackets werden auf die Innenseite der Zähne geklebt. Die kleinen Metallplättchen sind damit nicht sichtbar. Die Lingualtechnik ist wesentlich aufwändiger als die klassische Therapie mit Brackets und deshalb auch teurer, bietet aber den Vorteil einer ausgezeichneten Ästhetik.

  • Bänder

    Bänder sind anatomisch geformte Metallringe, die meist auf die Seitenzähne geklebt werden und diese nahtlos umfassen. Auf diese Bänder sind Brackets und Röhrchen geschweißt. Dadurch wird eine maximale Stabilität und Verbundfestigkeit erreicht. Das ist wichtig, denn oftmals wirken im Bereich der Backenzähne hohe Kräfte.

  • Einsatz von Gummizügen

    Mit Gummizügen, die nach Anweisung durch den Kieferorthopäden in einem bestimmten Muster an die feste Zahnspange eingehängt werden müssen, werden die Zähne in ihre gewünschte Position bewegt. Zudem bewirken die Gummizüge bei Kindern und Jugendlichen eine Korrektur des Bisses, zum Beispiel das Einstellen eines zu weit zurückliegenden Unterkiefers nach vorne. Es ist daher sehr wichtig, dass die Gummizüge je nach Anweisung regelmäßig und gewissenhaft getragen werden. Die Gummizüge sind geschmacksneutral und speziell auf die Behandlung mit festsitzender Zahnspange ausgelegt.

  • Außenspangen

    Die Außenspange – der Gesichtsbogen – muss in den Fällen getragen werden, in denen eine Kraftabstützung außerhalb des Mundes notwendig ist.

    Das kann zum Beispiel erforderlich sein, wenn Backenzähne in ihrer Position gehalten oder nach hinten verschoben werden müssen oder der gesamte Kiefer in seiner Lage geändert werden muss. Wenn man in diesem Fall eine Spange nur innerhalb des Mundes tragen lässt, würden die großen Kräfte das gesamte Gebiss verändern, also auch in Bereichen, in denen vielleicht gar keine Veränderung erwünscht ist. Um eine stabile Abstützung zu erreichen, befestigt man deshalb den Außenbogen an einem Kopfband bzw. einem Nackenzug.

    Selbstverständlich erteilen wir Ihrem Kind beim Einsetzen einer solchen Apparatur genaue Anweisungen in Bezug auf Tragezeit und Handhabung. Eine Alternative zur Außenspange ist manchmal nur das Entfernen von Zähnen! Bitte wirken Sie deshalb darauf hin, dass Ihr Kind das Behandlungsgerät ausreichend trägt.

  • Kieferorthopädische Verankerungsimplantate

    Eine neue, sehr effektive und patientenfreundliche Behandlungsmethode ist die Zahnbewegung mit Hilfe von temporären Implantaten zur Verankerung. Dazu wird für einen vorübergehenden Zeitraum ein kleines Implantat oder eine Minischraube (Pin) beispielsweise zwischen die Wurzeln zweier benachbarter Zähne eingebracht. Mit dieser Methode kann z. B. das Tragen eines Außenbogens vermieden werden. Verankerungsimplantate sind bei Jugendlichen und Erwachsenen einsetzbar.

  • Vorgehen bei Schmerzen, Lockerungen oder Ähnlichem

    Bei Schmerzen oder Lockerung der Zahnspange rufen Sie bitte sofort an und vereinbaren einen Termin.

    Manchmal hat sich ein kleines Drähtchen verbogen und sticht in die Wange oder in die Lippe. In diesem Fall können Sie mit einem Zahnstocher oder mit dem Fingernagel vorsichtig versuchen, das Drahtende wieder unter den Bogen zu stecken. Auch etwas Schutzwachs, das wir Ihnen bei Eingliederung der Zahnspange ausgehändigt haben, kann Abhilfe schaffen.

    An Wochenenden sollte in dringenden Fällen der zahnärztliche Notdienst (Tageszeitung oder Internet) aufgesucht werden. Ist unsere Praxis wegen Urlaub geschlossen, erfahren Sie bei Anruf über eine Ansage oder auf unserer Website, welche kieferorthopädische Praxis uns vertritt und Sie kompetent versorgt.

  • Gaumennaht-Erweiterungsapparaturen

    Bei einem sehr schmalen Oberkiefer ist manchmal eine Gaumennahterweiterungsapparatur angebracht. Dabei handelt es sich um eine Dehnschraube, die in den meisten Fällen über 4 Bänder auf den Backen- und Mahlzähnen des Oberkiefers abgestützt ist.

    In einem Zeitraum von nur 1-2 Wochen wird die Schraube vom Patienten selbst 2-3 Mal täglich verstellt. Auf diese Weise ist es möglich, den Oberkiefer schnell zu erweitern, ohne dass dabei die Seitenzähne nach außen kippen. Dabei entsteht für eine kurze Zeit eine Lücke zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen des Oberkiefers.

    Zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses muss die Gaumennahterweiterungsapparatur im Anschluss an die Verstellphase noch für einige Monate weiter getragen werden. Die beim Verstellen entstandene Frontzahnlücke verschließt sich wieder vollständig.

    Über eine Erweiterung des Nasenbodens bewirkt eine Gaumennahterweiterungsapparatur bei Mundatmern häufig eine Umstellung auf Nasenatmung und wird somit als sehr angenehm empfunden.

    Auch bei Erwachsenen funktioniert diese Apparatur nach dem gleichen Prinzip und ist sehr erfolgversprechend. Allerdings beginnt ab einem Alter von ca. 15 Jahren die Gaumennaht zu verknöchern. Bei Erwachsenen ist es daher notwendig, vor dem Verstellen der Apparatur die bereits verknöcherte Gaumennaht chirurgisch zu schwächen.


  • Sie haben Fragen zu festsitzenden Zahnspangen, möchten wissen, ob diese Behandlungsmethode für Sie oder Ihr Kind in Frage kommt und möchten sich zu anderen kieferorthopädischen Fragestellungen informieren?

    Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wir beraten Sie gerne und umfassend!